Was genau macht Lenny — und was macht er nicht?
Lenny erklärt dir nichts. Er stellt Fragen. Du erklärst ihm den Stoff — und genau in dem Moment, in dem du ins Stocken gerätst, erkennst du deine eigene Wissenslücke. Lenny führt dich dann mit einer gezielten Gegenfrage weiter, ohne die Antwort vorwegzunehmen, und fragt bei jeder Antwort eine Stufe tiefer. Das ist die sokratische Methode — wissenschaftlich eine der wirksamsten Lerntechniken überhaupt. Kommst du auch nach mehreren Anläufen nicht weiter, erklärt Lenny die Stelle selbst — sichtbar als seine eigene Antwort, damit du weißt, was von dir kam und was von ihm.
Warum ist laut erklären besser als nochmals lesen?
Beim Lesen hast du das Gefühl, den Stoff zu kennen — weil er dir vertraut vorkommt. In der Prüfung merkst du dann, dass du ihn nicht wirklich abrufen kannst. Das nennt sich „Illusion of knowing". Wenn du etwas laut erklärst, zwingst du dein Gehirn dagegen, das Wissen aktiv zu rekonstruieren — nicht nur wiederzuerkennen. Studien (u.a. Roediger & Butler, 2011) zeigen, dass aktiver Abruf das Behalten um bis zu 300% verbessert gegenüber bloßem Wiederlesen. Lean&Learn baut exakt auf diesem Prinzip auf.
Wie sieht es mit Lernschwächen aus — Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS?
Lean&Learn ist für viele Schülerinnen und Schüler mit Lernschwächen besonders geeignet — weil der gesamte Lernprozess mündlich abläuft. Kein langes Lesen, kein Tippen, kein Schreiben. Wer Legasthenie hat, wird durch die Schreibbarriere nicht gebremst. Wer ADHS hat, profitiert davon, dass das Gespräch mit der KI kurz, fokussiert und abwechslungsreich bleibt — ohne lange Textwände. Die Forschung zeigt, dass mündliches Erklären gerade für Schüler mit Aufmerksamkeits- oder Leseschwierigkeiten den Dekodierungsdruck deutlich reduziert. Wichtig: Lean&Learn ist kein therapeutisches Tool und ersetzt keine Förderdiagnostik. Aber als tägliches Lernwerkzeug, das ohne Lesen und Schreiben auskommt, ist es eine echte Alternative zu klassischen Methoden.
Unterscheidet sich das von ChatGPT — ich könnte doch einfach dort lernen?
ChatGPT ist ein Allround-Assistent: Es beantwortet Fragen, schreibt Texte, erklärt Konzepte. Das klingt nach Lernen — ist aber meistens passives Konsumieren. Lean&Learn macht das Gegenteil: Die KI antwortet nicht auf deine Fragen, sondern stellt dir welche. Du erklärst, sie hört zu. Dazu kommt ein strukturierter Study Plan, der dich Thema für Thema durchführt — ChatGPT hat keine Erinnerung an deinen Fortschritt, kein Ziel, keinen Plan. Lean&Learn ist auf genau eine Sache optimiert: Prüfungsvorbereitung durch aktives Erklären, nach wissenschaftlich belegten Methoden.
Sind meine Daten und Gespräche mit der KI sicher?
Für den Zugang brauchst du nur Namen und Schul-E-Mail-Adresse — keine sensiblen Daten. Deine Gespräche sehen wir standardmäßig nicht. Es gibt genau eine Ausnahme, und die liegt bei dir: In den Einstellungen kannst du erlauben, dass Gespräche gespeichert und angesehen werden, um Lenny besser zu machen. Ohne dieses ausdrückliche Ja passiert es nicht, und du kannst es jederzeit wieder abdrehen. Wir nutzen außerdem eine pauschale KI-Lizenz — das Sprachmodell legt kein Profil über einzelne Schülerinnen und Schüler an. Lean&Learn ist ein österreichisches Unternehmen und hält sich an die DSGVO. Für die Lehrkraft gilt: Sie sieht nie einzelne Schüler, sondern nur Summen ab fünf Personen. Schulen, die das für Klassen einsetzen wollen, können sich direkt für ein Pilotprojekt melden.
Brauche ich eine App — funktioniert es auf dem Handy?
Beides geht. Für das iPhone gibt es Lean&Learn im App Store; auf allen anderen Geräten läuft es direkt im Browser — Android, Tablet, Laptop — und lässt sich dort wie eine App auf den Homescreen legen. Dein Stand ist überall derselbe, egal womit du gerade lernst. Der Unterwegs-Modus ist extra dafür gemacht: Im Bus, in der Pause, im Bett — einfach tippen, wie du es laut sagen würdest, und Lenny führt dich durch das Thema.